Am 15. und 17. Juni stehen in Straßburg entscheidende Abstimmungen an, die unsere Felder, unsere Ernährung und die Vielfalt unseres Saatguts für Jahrzehnte prägen werden.
Es liegt jetzt an den EU-Abgeordneten aller Parteien, ob sie zur Abstimmung erscheinen – denn wer nicht abstimmt, stimmt für die Konzerne.
Viele unserer Gesprächspartner:innen aus dem EU-Parlament betonen regelmäßig, wie wichtig ihnen der Schutz unserer Natur, unserer Landwirtschaft und unserer bäuerlichen Betriebe ist. Jetzt haben sie die Gelegenheit, diesen Worten Gewicht zu verleihen.
Dafür müssen sie allerdings zur Abstimmung erscheinen.
Diesen Termin dürfen sie nicht „übersehen“. Erinnern wir sie gemeinsam an ihre Pflicht und ihr Wort!
Mit Ihrer Unterschrift können Sie lautstark fordern, dass die Abgeordneten im EU-Parlament bei dieser wichtigen Entscheidung Verantwortung übernehmen und gegen Patente auf Pflanzen stimmen. Unterzeichnen Sie unsere Eil-Petition „Hingehen, Haltung zeigen“! Wir übermitteln die Unterstützer:innen-Liste gesammelt an die stimmberechtigten EU-Abgeordneten.
Denn wer bei dieser Abstimmung fehlt, überlässt anderen die Entscheidung über die Zukunft unseres Saatguts.

Worum geht es?
Am 15. Juni entscheidet der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments und zwei Tage später am 17. Juni das gesamte EU-Parlament im Plenum über zentrale Regeln zu Neuer Gentechnik und Patenten auf Saatgut und Pflanzen. Die Folgen werden unsere Landwirtschaft und Kulturpflanzenvielfalt für Jahrzehnte prägen.
Der aktuelle Gesetzesvorschlag würde Risikoprüfungen und Kennzeichnungspflichten für viele gentechnisch veränderte Pflanzen abschaffen. Gleichzeitig würde sie eine Flutwelle an patentiertem Saatgut auslösen. Kleine und mittelständische Saatgutbetriebe – wie wir sie in Österreich und Deutschland noch haben – dürfen mit patentiertem Saatgut nicht einfach neue Sorten züchten, sondern müssen teure Patentgebühren bezahlen oder werden ganz von der Nutzung ausgeschlossen. Das stärkt die Marktmacht großer Konzerne und erschwert den Erhalt von Vielfalt sowie eine Landwirtschaft, die weiterhin frei von Gentechnik wirtschaften möchte.
Die Zeit drängt.
In wenigen Tagen fällt eine Entscheidung mit langfristigen Folgen für unsere Felder, unsere Ernährung und unsere Saatgutvielfalt.
Bei der Abstimmung zählt jede:r anwesende Abgeordnete. Denn wer nicht abstimmt, stimmt zu. Tun wir uns zusammen! Je mehr es sind, desto lauter wird unser Weckruf.
Gemeinsam können wir sicherstellen, dass die EU-Abgeordneten diesen wichtigen Termin wahrnehmen.
