Am 17. Juni 2026 hat das EU-Parlament in Straßburg über Regelungen zur Neuen Gentechnik abgestimmt. Dabei hat die Mehrheit der Abgeordneten eine historische Chance verpasst, die Monopolisierung unseres Saatguts zu stoppen. Ab nun bedeutet Neue Gentechnik vor allem eines: die Gefahr, dass patentiertes Saatgut in Europa künftig nicht mehr die Ausnahme ist, sondern zur Regel wird.
Was ist passiert?
Vor der Abstimmung haben wir mit hunderten Anrufen, E-Mails und persönlichen Gesprächen versucht, die EU-Abgeordneten über die Gefahren von Patenten zu informieren und sie an ihre Verantwortung bei dieser Abstimmung zu erinnern. Obwohl viele Abgeordnete öffentlich vor den Gefahren von Saatgut-Patenten für Landwirtschaft und Biodiversität warnen, haben rund 50 Abgeordnete aus Deutschland und Österreich bei der Abstimmung nicht für Vorschläge gestimmt, die diese Patente tatsächlich hätten stoppen können!
Wir sind enttäuscht!
Wir müssen laut bleiben, um zu zeigen, dass wir Patente auf Saatgut weiterhin verhindern wollen und dass wir von den politisch Verantwortlichen fordern, die Interessen ihrer Wählerinnen und Wähler zu vertreten – und nicht jene der großen Agrochemie-Konzerne.
Es ist noch nicht zu spät!
Jede Nachricht zählt: Wir, die Wähler:innen und die Öffentlichkeit, schauen hin und fordern Veränderung. Machen Sie jetzt mit!
Unsere Tipps zu Ihrer Nachricht
- Auf der E-Mail-Liste stehen alle Abgeordneten aus Österreich, die bei der Abstimmung gegen den Antrag zur Änderung des Patentrechts gestimmt haben, sich enthalten haben oder nicht anwesend waren. Dieser Antrag hätte Patente auf Saatgut wirksam gestoppt.
- Da für eine Annahme eine absolute Mehrheit notwendig war, hatte eine Enthaltung oder Abwesenheit die gleichen Auswirkungen wie eine Gegenstimme.
- In Ihrer persönlichen Nachricht: Bitte bleiben Sie respektvoll im Umgangston!
